KraftReise – Neu Ausrichten

Während ich diese Zeilen schreibe, klopft mein Herz wie wild und ein Ziehen kriecht langsam meine Wirbelsäule nach oben. Zu meinen Zweifeln, ob ich mich wirklich so offen zeigen möchte, mischt sich das schlechte Gewissen, dass ich in den letzten Wochen diesen Blog nicht so führen konnte, wie ich es mir wünsche. Ich mache mir Sorgen darüber, dass Du enttäuscht bist oder denkst, ich würde den Blog vernachlässigen. Und auch, dass Du mich vielleicht für nicht authentisch hältst, wenn ich es doch selbst nicht immer schaffe nach den Werten und Visionen zu leben, von denen ich Dir erzähle. 
Und WUMMS – schon meldet sich die Wut, dass ich mich mal wieder damit beschäftige, wie andere Menschen über mich denken, anstatt mir selbst zu vertrauen. Es ist eine fiese Spirale, die den Kloß im Hals immer und immer größer werden lässt. 

Ich habe den Eindruck, als würde ich auf meiner KraftReise grade noch einmal vor einer entscheidenden Kreuzung stehen. Ich habe Dir in den letzten Wochen viel über meine Überforderung erzählt und davon, wie ich mich aus der lähmenden Starre befreie, wenn sie mich heimsucht. Inzwischen hat die Starre Platz für einen tobenden Sturm gemacht, in dem ich mich wie hin und hergerissen fühle. Manchmal flaut der Wind etwas ab, wird sanfter und milder, nur um mich dann mit voller Wucht erneut mitzureißen. Mein Innenleben spielt PingPong – kreuz und quer rasen meine Gedanken umher. Emotionen von grenzenloser Freude bis hin zu tiefster Verzweiflung übermannen mich von jetzt auf gleich. Nachts schrecke ich aus wirren Träumen hoch, um mich in einer völlig chaotischen Wohnung wiederzufinden. Mein Umfeld ist ein sehr gutes Spiegelbild von dem, wie es in mir aussieht. Ich frage mich ständig: Was hat diesen Sturm aufbrausen lassen? 

Die unbändige Begeisterung

Aus meiner Geschichte weiß ich, dass vieles völlig unvorhergesehen und auf erste Sicht überhaupt nicht nachvollziehbar geschieht. 
Nachdem ich mich vor ein paar Wochen etwas zurückgezogen habe, um zur Ruhe zu kommen war ich fest davon überzeugt, dass ich von nun an mit meinen neu gewonnen Erkenntnissen und der Gelassenheit im Gepäck entspannt meine KraftReise fortsetzen würde… 
Es dauerte keine zwei Tage, bis ich mich voller Liebe und Begeisterung in die Verwirklichung eines weiteren großen Traums stürzte. Und ich meine wirklich STÜRZTE. Ich habe selten so viel Begeisterung in mir gespürt. Und noch nie habe ich so viel gearbeitet. Alles rückte mit einem Mal in den Hintergrund. Jede freie Minute (und auch einige eigentlich nicht freie Minuten) gehörte meinem Traum. Und dann wurde innerhalb kürzester Zeit aus dem Traum Wirklichkeit. Ich habe mich mit KraftQuelle KartenDesign und meiner selbstgemalten „KraftQuelle Weihnachtspost“ selbstständig gemacht. Alles kribbelt in mir, wenn ich Dir davon erzähle. Es macht mir unglaublich viel Freude die Karten zu designen, zu malen und mit meiner Vision zu füllen. So viel Freude, dass ich einfach nicht aufhören konnte.
In meinem Kopf überschlugen sich die Ideen. Aus der ursprünglichen Idee, meine Begeisterung fürs Malen in selbstgemachte, nachhaltige Weihnachtskarten zu stecken, wurde die Idee einer eigenen Website mit Shop. Ohne viel nachzudenken, blendete ich alle Einwände und „ja, aber‘s…“ aus und tauchte in unzählige Tutorials, Anleitungen und Tipps zur Erstellung einer eigenen Website ab. Es kam mir fast so vor, als würde die Zeit stehen bleiben, wenn ich mich mit KraftQuelle beschäftige.

Der erste Windstoß

Leider tat sie das aber nicht wirklich. In Wirklichkeit arbeitete ich über mehrere Wochen neben meinem Halbtagsjob und meiner online- Ausbildung fast 12 Stunden am Tag – auch wenn ich glücklich war und es sich nicht nach Arbeit anfühlte

Und dann kam von jetzt auf gleich der erste Windstoß. Ich war grade auf dem Rückweg von dem netten Unverpackt-Laden in meinem Heimatort. Man könnte wohl eher sagen, ich hüpfte nach Hause – denn ich hatte mich getraut der Inhaberin meine Weihnachtspost zu zeigen und sie zu fragen, ob sie einige der Karten in ihrem Laden verkaufen würde. Etwas, was mir vor ein paar Monaten noch unmöglich erschien. Ich war so dankbar, stolz und voller Energie als ich mein Handy aus der Tasche kramte und auf dem Display einen verpassten Anruf sah. 

Im Sturm

In dem Moment, als sich die Stimme meldete setzte mein Herz für einen Schlag aus. Auf diesen Anruf habe ich seit vielen Wochen gewartet. Dazu musst Du wissen, dass ich mich Anfang September auf ein Stipendium an einer privaten Fernhochschule beworben habe. Mit dem Studium möchte ich einen weiteren Schritt in Richtung meiner Vision gehen, aber so ein Fernstudium kostet einfach sehr viel Geld, das ich mit Anfang 20 nicht habe.
Ich habe mir immer wieder vorgestellt, wie es wäre dort studieren zu können. Ich habe das Studium in meine Vision eingebaut und beides mit in meine Meditationen genommen. Es ging mir dabei immer darum, die Freiheit und Selbstständigkeit im Fernstudium zu erleben und mir durch das Stipendium keine Sorgen um Geld machen zu müssen. Es hat sich so nah und echt angefühlt, dass mir der Satz „Wir haben uns schweren Herzens für eine andere Bewerberin entschieden“ beinahe unwirklich vorkam. Die anderen Worte – ich hätte es unter die fünf letzten Bewerber*Innen geschafft, ich könnte unglaublich stolz auf mich sein, alle Mitglieder des Vorstands wären begeistert von meiner Bewerbung gewesen und würden mich grüßen – drangen gar nicht mehr zu mir hindurch. Wie ferngesteuert legte ich nach dem Gespräch mein Handy zur Seite, stellte meine Einkäufe in den Kühlschrank und sank dann in Tränen auf dem Wohnzimmer zusammen.

Von diesem Moment an befand ich mich in dem Sturm hin und hergerissen zwischen der grenzenlosen Freude für meine Karten und den abgrundtiefen Zweifeln an meiner Vision. Zwischen der Dankbarkeit für jedes wundervolle Feedback und den Selbstzweifeln, ob ich gut genug bin, um meine Träume zu verwirklichen. Zwischen dem Halt, den mir Freunde, meine Familie und ich mir selbst in vielen Momenten geben konnte und der großen Unsicherheit in mir darüber, was ich denn eigentlich will. 
Es sind ein paar Tage im völligen inneren (und äußeren) Chaos vergangen, bis mich ein Gedanke an etwas wichtiges erinnerte: „Alles um mich herum kann stürmen und auseinanderbrechen – doch in mir ist ein Ort,an dem es ruhig ist, an dem ich Antworten finden werde. Je lauter es um mich herum ist, desto stiller wird es in mir.“

Die Klarheit in mir

Ich stelle mir dazu gerne eine Schneekugel vor. Wenn ich sie schüttele, wirbelt alles wild durcheinanderm wie in einem Sturm. Um wieder Stille erfahren zu können und klar sehen zu können brauche ich gar nichts tun. Ich muss weder wild hin und her rennen noch alle Schneeflocken einsammeln. Alles was ich tun muss ist innezuhalten, mich an die Natur einer Schneekugel zu erinnern und abzuwarten, bis sich die Schneeflocken von selbst beruhigen, um dann langsam zu Boden zu sinken. 
In dieser Stille ist mir bewusst geworden: Ich habe meine Vision nie verloren. Vielmehr habe ich meine Ausrichtung verloren. Meine Aufmerksamkeit galt den einzelnen Schneeflocken – dem Stipendium, der Meinung anderer Menschen über meine Karten, der Anzahl an Bestellungen, der Zufriedenheit meines Chefs auf der Arbeit. Aber all das brauche ich gar nicht zwingend, um meine Vision zu verwirklichen. Ich spüre die grenzenlose Freiheit auch jetzt in meiner Selbstständigkeit. Genauso wie ich durch die großartige Unterstützung, die mir meine Familie anbietet, keine Geldsorgen machen muss. Meine Vision ist da. Sie lebt in mir. Nicht in den umherirrenden Schneeflocken, sondern in der Schneekugel an sich.

Ich wünsche mir, dass dieser kleine Einblick in meine Gedankenwelt etwas in Dir berührt. Es ist so schön, dass es Dich gibt. Hab eine tolle Woche.
P.S. Ich freue mich riesig, wenn Du Lust hast bei der KraftQuelle KartenDesign vorbeizuschauen und mit mir zusammen durch die KraftQuelle Weihnachtspost Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Der Link ist: https://kraftquelle.eu


Alles Liebe und Ganz viel Kraft
Deine Sarah

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