KraftReise – Wo möchte ich hin?

Was ist Dir diese Woche durch den Kopf gegangen?
Wie geht es Dir jetzt in diesem Moment?
Ich genieße grade die Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht und die Stille, die mich umgibt. Es tut gut, für einen Moment innezuhalten, denn ich habe eine sehr intensive Woche hinter mir. Es tut gut, anzuhalten und zurückzuschauen. Es ist viel passiert – sowohl in mir, als auch um mich herum. Deswegen möchte ich mir die nächste Stunde bewusst für mich nehmen und Dir ein wenig darüber erzählen, was mich momentan beschäftigt.

Wo bin ich?

Vor etwa zwei Jahren hat eine schlaflose Nacht mir wortwörtlich die Augen geöffnet. In dieser Nacht habe ich mir versprochen, dass ich zurück zu der Lebensenergie in mir finden werde. Ich wusste nicht, wie das aussehen sollte oder wie lange es dauern würde. Ich hatte auch keine Vorstellung davon, was mich erwarten würde. Dieses Versprechen war der Anfang meiner KraftReise und ist wahrscheinlich die wichtigste Entscheidung, die ich je getroffen habe.
Inzwischen sind fast zwei Jahre vergangen. Wenn ich heute zurückschaue, überkommt mich eine unglaubliche Freude, Stolz und Dankbarkeit dafür, wie nah ich meiner Lebensenergie auf meinem Weg schon gekommen bin. Gleichzeitig mischt sich allerdings auch Trauer und Frust dazu. Denn trotz all der tollen Veränderungen und Erfolge bin ich noch weit von der erfüllten Version von mir entfernt, die mich damals dazu ermutigt mir das Versprechen für mein Leben zu geben.

In den letzten zwei Wochen habe ich Dir viel darüber erzählt, welche Wege ich auf meiner KraftReise entdeckt habe, um dem lähmenden Sumpf zu entkommen, der mich davon abhält meine Ziele und Visionen zu verwirklichen. Ich habe mich in den letzten Jahren immer wieder in einem solchen Sumpf wiedergefunden. Ich wollte auf keinen Fall zurück, bewegte mich aber trotzdem kein Stück vorwärts.

Es dauert manchmal eine Weile, bis ich den Sumpf wahrnehme. So war es auch dieses Mal. Seit ein paar Wochen habe ich den Eindruck, dass irgendetwas in mir nicht ganz stimmig ist. Ich konnte das Gefühl aber nie richtig greifen – Bis mir vor kurzer Zeit alles zu viel wurde und die Emotionen über mich einbrachen. Die Pause, die ich mir daraufhin genommen habe hat mich nach innen geführt und ich habe verstanden:
Ich sehne mich nach mehr. Da wo ich jetzt bin, möchte ich nicht bleiben. Es zieht mich weg – und trotzdem verharre ich. Warum zögere ich? Was löst die Starre aus, die mich davon abhält, meinen Sehnsüchten zu folgen? Ich habe den Eindruck als würde mir der Enthusiasmus fehlen, der mich dazu bringt, mit voller Begeisterung und Motivation meiner Vision und meinen Zielen zu folgen.

Den Kurs verloren

Wo möchte ich hin? Ich habe den Eindruck, als wäre diese Frage entscheidend. In Momenten wie diesen habe ich den Eindruck, als hätte ich meinen Kurs verloren. Ich kenne keine Antwort auf die Frage. Stattdessen fühle ich eine merkwürdige Form von Unsicherheit. Wie ein Schwanken in einem mit dichtem Nebel gefüllten Raum, von dem hunderte Türen abgehen. Ich fühle mich nicht in der Lage zu entscheiden, welche Tür ich nehmen möchte – kann ohnehin durch den dichten Nebel viel zu wenig erkennen. Wo möchte ich hin? Die Frage liegt schwer auf meinen Schultern. Sie scheint wie ein Gewicht auf mich zu drücken. Ich fühle mich erschöpft unter der Last – gleichzeitig aufgewühlt und wütend, weil ich die Antwort nicht finden kann. Anstatt mich zu bewegen, verharre ich auf der Stelle. Inmitten des mit Nebel gefüllten Raums, den ich mir jahrelang eingerichtet habe. Zwischen den Türen. Zwischen den Welten. Zwischen den Leben, die ich führen könnte. Im Schwebezustand.

Unzufriedenheit und Erschöpfung zulassen

Für mich war es unglaublich wichtig, die Erschöpfung und Unzufriedenheit in mir zuzulassen. Alles in mir hat sich nach Rückzug gesehnt – und ich hatte endlich den Mut meinen Bedürfnissen zu folgen. Dafür bin ich sehr dankbar, denn unter der Erschöpfung konnte ich den aufgestauten Frust empfinden. Diesen Frust nutze ich heute als Antrieb und wandle ihn in Begeisterung für meine Vision um. Hast Du das schon einmal ausprobiert? Ich finde es unglaublich wertvoll…

Wenn es Dir wie mir damals noch schwer fällt, Deinen Bedürfnissen zu folgen und Dich an erste Stelle zu stellen kann es Dir vielleicht helfen Dich daran zu erinnern:
„Jedes Nein zu mir selbst, jede Vernachlässigung meiner Bedürfnisse unterstützt alte Muster, die ich hinter mir lassen möchte. Es steht im kompletten Widerspruch zu meiner Vision – zu dem Leben, den Gefühlen und der Vision nach denen ich mich so sehr sehne.“

Ich habe mich meiner Erschöpfung zugewandt. Nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen. Es war schwer und es war traurig. Aber dadurch hat sich etwas in mir gelöst und einen Raum für mich geöffnet.

Wo möchte ich hin?

In dem Raum, den ich mir durch meinen Rückzug erschaffen habe, habe ich einen Platz für meine Frage gefunden. Zunächst einmal musste ich mir aber ehrlich anschauen, von wo aus ich starte. Und so habe ich mich gefragt, wie mein Leben aussieht, wenn ich morgens aufstehe. Ich habe alles unbeschönigt aufgeschrieben und mir erlaubt alle Unzufriedenheit, Frust und Wut zu fühlen.
Dann habe ich mich dem Leben gewidmet, dass ich führen würde, wenn ich nichts verändere. Wie sieht mein Leben aus, wenn die Essstörung und alles was dazugehört ein Teil davon bleibt? Wieder habe ich alles aufgeschrieben und den Tränen freien Lauf gelassen. Der Schmerz, den ich dabei gefühlt habe hat sich inzwischen in eine unglaubliche Kraft gewandelt, die mich täglich motiviert mutige Entscheidungen zu treffen.
Und dann kam der schönste Teil. Ich habe mir in jedem Detail ausgemalt wie mein Leben aussieht, wenn es die Essstörung nicht gäbe. Du glaubst nicht, wie sehr ich an diesem Abend gestrahlt habe. Dinge, die ich lange nicht mehr für möglich gehalten habe sind jetzt ein fester Teil meiner Vision. Ich möchte mit Freunden Pizza und Pasta essen, Ich möchte Kinder bekommen und ich möchte verdammt nochmal einen riesigen Geburtstagskuchen, den ich mit Vergnügen aufputze. Die Bilder, die ich mir für meinen Visionsfilm herausgesucht habe (zum Thema Visionsfilm erzähle ich Dir nächste Woche mehr) begleiten mich täglich. Ich habe meinen Enthusiasmus wiedergefunden. Und ich verspreche mir heute, dass ich niemals aufhören werde meine KraftReise zu gehen und meiner Vision zu folgen.

Damit möchte ich mich für diese Woche von Dir verabschieden. Ich kann Dir gar nicht sagen, wie viel mir dieser Blog bedeutet. Umso dankbarer bin ich dafür, dass Du diese Zeilen liest, mich begleitest und mir dadurch viel Kraft schenkst.
Alles Liebe,
Deine Sarah

Ein Kommentar zu “KraftReise – Wo möchte ich hin?

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